Gesundheits-News

60 Jahre - und so jung wie nie
Angesichts einer höheren Lebenserwartung können wir heute bis ins hohe

Alter agil bleiben – vor allem, wenn die Mineralstoffversorgung stimmt.

(djd/pt). Eine Lebenserwartung von 80 Jahren ist heute fast keine Besonderheit mehr. Kinder, die jetzt in den Industrienationen geboren werden, werden nach Berechnungen deutscher und dänischer Wissenschaftler sogar ein Alter von über 100 Jahren erreichen. Die Forscher sehen bislang keine Obergrenze für die Dauer eines Menschenlebens. Welche Qualität das Leben im hohen Alter hat, hängt jedoch von einer Vielzahl von Faktoren ab. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Menschen, die jenseits der 60 oder 70 noch mobil und aktiv sein wollen, auch auf die veränderten Bedürfnisse ihres Körpers und damit eine ausreichende Nährstoffversorgung achten. Am djd-Expertentelefon erfuhren die Anrufer von vier ausgewiesenen Spezialisten, auf welche Mineralstoffe man im Alter besonders achten sollte und warum gerade Magnesium so besonders wichtig ist.

Dr. med. Klaus Tiedemann
Niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin und Sportmedizin in einer eigenen Praxis in Moosburg a. d. Isar, TV-Gesundheitsexperte des Bayerischen Fernsehens.

Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Vormann
Vorstand des Instituts für Prävention und Ernährung (IPEV) in Ismaning bei München. Schwerpunkte: Nährstoffmedizin und Gesundheitsprogramme.

Stefanie Mollnhauer
Ärztin und Inhaberin einer sportmedizinischen Privatpraxis in Lindau am Bodensee. Buchautorin und freie Journalistin

Jutta Doebel
Apothekerin in Erftstadt bei Köln, Ernährungs- und Diätberaterin, TV-Expertin. Schwerpunkte: Orthomolekulare Medizin und Gesundheitsberatung.

Dr. Kerstin Gaber
Apothekerin, medizinisch-wissenschaftliche Managerin bei Protina Pharm. GmbH in München. Schwerpunkt: Prävention mit Mineralstoffen und Spurenelementen.

Jeder Mensch braucht zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit und für das reibungslose "Funktionieren" seines Körpers Mineralstoffe. Dazu gehören Kalium, Kalzium, Zink, Kupfer, Selen und vor allem Magnesium. Denn bei allen wichtigen Stoffwechselvorgängen spielt Magnesium beispielsweise als Kofaktor von mehr als 300 Enzymen eine Schlüsselrolle. Sämtliche energie-abhängigen Vorgänge in unserem Organismus würden ohne den Mineralstoff nicht funktionieren. Außerdem reguliert Magnesium die Reizübertragung auf Muskeln und Nerven und gewährleistet somit das reibungslose Funktionieren des gesamten Muskelapparates. Das gilt natürlich nicht nur für junge, sondern in besonderem Maße auch für die bereits erwähnten, immer agileren, jungen Alten.

Magnesium wird häufig ausgeschwemmt
"Untersuchungen haben ergeben, dass ein 50-Jähriger Anfang der 1960er Jahre in dem gleichen körperlichen Zustand war wie heute ein 72-Jähriger", bestätigt Dr. Klaus Tiedemann. Das Altern habe sich durch gesunkene körperliche Belastungen, vermehrte sportliche Aktivität und breitgefächerte Informations- und Unterhaltungsangebote deutlich verzögert. Zwar schwindet mit den Jahren die körperliche Schnellkraft und der Kalorienverbrauch geht zurück, doch die Ausdauerfähigkeit und damit auch der Nährstoffbedarf steigen. "Da alle Körperzellen dem Alterungsprozess unterliegen, ist es besonders wichtig, vor allem auf eine Versorgung mit den Nährstoffen zu achten, die eine optimale Zellfunktion gewährleisten", betont der niedergelassene Facharzt. Gerade Menschen mit Zivilisationskrankheiten, wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herzschwäche, seien auf eine erhöhte Mineralstoffzufuhr angewiesen. "Viele Medikamente, vor allem Blutdrucktabletten schwemmen über die Nieren Flüssigkeit aus. Dabei gehen leider auch viele wichtige Mineralstoffe - wie eben Magnesium - verloren", erklärt der Experte. Nicht zuletzt litten Dialysepatienten, deren Mineralstoffversorgung nicht mehr über die Nieren reguliert werden könne, häufig an einem Magnesiummangel.

Mineralstoffspeicher auffüllen
Ob tatsächlich eine Unterversorgung mit dem Muskel- und Nervenmineral vorliegt, lässt sich anhand einiger Symptome festmachen. "Entsprechende Anzeichen können sich beispielsweise durch Verspannungen der Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur sowie durch Waden- und Fußkrämpfe äußern", erklärt Prof. Dr. Jürgen Vormann. Auch bei Migräne-Patienten oder Menschen mit spannungsbedingten Kopfschmerzen könne häufig eine Magnesiumunterversorgung festgestellt werden, weiß der Experte für Nährstoffmedizin und Gesundheitsprogramme. Mit einem hoch dosierten Präparat aus der Apotheke kann derartigen Begleiterscheinungen nach den Erfahrungen von Stefanie Mollnhauer jedoch wirkungsvoll begegnet werden. "Patienten sollten darauf achten, dass die tägliche Dosierung mindestens 300 mg Magnesium beträgt, wie es auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt", erklärt die Ärztin aus Lindau. Eine nur kurzzeitige Einnahme sei dabei allerdings nicht sinnvoll. "Denn um eine langfristige Normalisierung der Magnesiumkonzentration im Körper zu gewährleisten, müssen die Mineralstoffspeicher wieder aufgefüllt werden", betont Mollnhauer und denkt an einen Behandlungszeitraum von mindestens vier Wochen.

Bioverfügbarkeit entscheidet
Neben der täglichen Dosierung und der Dauer der Anwendung ist für die Wirksamkeit eines Präparates vor allem die Art der enthaltenen Verbindungen (Salze) entscheidend. "Die Wirkunterschiede verschiedener Magnesiumsalze beruhen in erster Linie auf deren unterschiedlicher Bioverfügbarkeit", führt Prof. Vormann aus. "Dabei hat sich besonders der Wirkstoff Magnesiumcitrat bewährt - wie er beispielsweise in Magnesium-Diasporal 300 enthalten ist. Hier handelt es sich um eine körpereigene Verbindung, die vom Organismus schnell aufgenommen wird und besonders gut verträglich ist. " Da die Flüssigkeitszufuhr im Alter oft nicht ausreicht, empfiehlt Dr. Tiedemann vor allem älteren Menschen, Magnesium in Form eines Trinkgranulates einzunehmen: "So wird nicht nur das Magnesiumdefizit ausgeglichen, sondern gleichzeitig auch etwas gegen das Flüssigkeitsdefizit getan. "

Auf Wechselwirkungen achten
Allerdings könnten Wechselwirkungen zwischen Magnesium und anderen Arzneimitteln bestehen, warnt der erfahrene Mediziner und rät, den behandelnden Arzt zu Rate zu ziehen. Tatsächlich kann sich sogar die gleichzeitige Einnahme bestimmter Mineralstoffe ungünstig auswirken. "Bei gleichzeitiger Einnahme von Magnesium und Calcium in hoher Dosierung (z.B. 300 mg Magnesium und 1000 mg Calcium) können sich beide Mineralstoffe bei der Aufnahme im Darm gegenseitig beeinträchtigen", weiß Dr. Kerstin Gaber. Deshalb sei es ratsam, zwischen der Einnahme von hoch dosierten Magnesium- und Calciumpräparaten zwei bis drei Stunden Abstand zu halten. "Empfohlen wird, Calcium morgens und Magnesium abends einzunehmen", erklärt die medizinisch-wissenschaftliche Managerin bei Protina Pharm. Für niedriger dosierte Kombinationspräparate gelte dies allerdings nicht.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Weitere Informationen finden Sie unter:

www.diasporal.de
(neuer, kostenloser Magnesium-Test, Magnesium-Bedarfsrechner)

www.dge.de
(Homepage der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.)

Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Vormann
Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Vormann

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