Bewusst leben - Stress vermeiden
Cholesterin: Im Alter bleiben ErnÀhrung und Bewegung weiterhin wichtig
(djd/pt). Mit dem Alter kommt die Gelassenheit. Doch immer öfter fĂŒhlen sich auch Menschen jenseits der 60 spĂŒrbar gestresst. Das ist nicht gesund, denn Stress begĂŒnstigt Arterienverkalkung. Vor allem dann, wenn er mit unausgewogener ErnĂ€hrung, Ăbergewicht, Bluthochdruck, Rauchen und Bewegungsmangel einhergeht. "Alle diese Faktoren sorgen dafĂŒr, dass die GefĂ€Ăe erodieren", erklĂ€rt Prof. Dr. Martin Halle. Das bedeutet: Die Schutzschicht der GefĂ€Ăe wird rau und reiĂt ein. Hier setzen sich Cholesterin und BlutplĂ€ttchen ab, so dass sogenannte Arteriosklerose-Plaques entstehen und sich ein GefĂ€Ăverschluss bilden kann. "Stress wirkt etwa so wie erhöhter Blutdruck", erklĂ€rt der MĂŒnchner Kardiologe, "er sorgt fĂŒr eine vermehrte Dehnung des ohnehin schon angegriffenen GefĂ€Ăsystems."
Strengere Werte bei erhöhtem Risiko
Um das Krankheitsrisiko zu reduzieren, rĂ€t Dr. Anselm Gitt, auch auf persönliche Risikofaktoren - erhöhte Cholesterin- und Blutdruckwerte, Diabetes mellitus und kardiovaskulĂ€re Erkrankungen in der Familie - zu achten. MaĂgeblich fĂŒr die Bewertung des Cholesterins ist der Wert des schĂ€dlichen LDL-Cholesterins: "Der Toleranzbereich liegt zwischen 160 und 70 mg/dl, wobei die strengeren Werte unter 100 mg/dl fĂŒr all jene gelten, die ein erhöhtes Risiko aufweisen", betont der Heidelberger Herzspezialist.
RegelmĂ€Ăige Bewegung
Eine gefĂ€Ăgesunde Lebensweise mit Sport und ausgewogener ErnĂ€hrung kann die Kontrolle der Cholesterinwerte erleichtern. "Denn der Wert des guten HDL-Cholesterins wird durch körperliche AktivitĂ€t und Abnehmen positiv beeinflusst", weiĂ Prof. Halle. "FĂŒr Ăltere besonders geeignet sind Schwimmen, Radfahren, Joggen und Walken - dreimal pro Woche 30 Minuten lang", so der Ă€rztliche Direktor des Zentrums fĂŒr PrĂ€vention und Sport an der TU MĂŒnchen. Bei der ErnĂ€hrung sollten gesĂ€ttigte FettsĂ€uren gemieden werden. "UngesĂ€ttigte FettsĂ€uren wie in Getreide und Fisch verĂ€ndern die ZellwĂ€nde positiv", erlĂ€utert Prof. Halle. "Bei deutlich erhöhten LDL-Werten mĂŒssen jedoch meist Lipidsenker eingesetzt werden, um das Risiko fĂŒr kardiovaskulĂ€re Erkrankungen zu reduzieren."
--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Frauen sehr oft betroffen
Viele Menschen glauben, Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreffen hauptsĂ€chlich MĂ€nner. Weit gefehlt, denn die meisten Frauen sterben nicht an Brustkrebs, sondern an Koronarer Herzkrankheit (KHK) und anderen kardiovaskulĂ€ren Erkrankungen. Wie die Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO belegen, sind diese Herz- und GefĂ€Ăerkrankungen in Europa die Haupttodesursache bei rund 55 Prozent aller Frauen. Erste Anzeichen fĂŒr eine KHK bei Frauen werden jedoch hĂ€ufig ĂŒbersehen, da die Symptome bei Frauen nicht so charakteristisch sind wie bei MĂ€nnern und das weibliche Schmerzempfinden weniger ausgeprĂ€gt ist.
Bewegung kann die negativen Effekte von Stress ausgleichen.
« zurück