Cholesterinkontrolle kann Leben retten
Behandlung zu hoher LDL-Cholesterinwerte auch fĂŒr Frauen unerlĂ€sslich
(djd/pt). Ohne Cholesterin geht gar nichts. Unser Körper benötigt den Fettstoff zur Isolierung von Nervenfasern sowie zur Herstellung von Hormonen und GallensĂ€ure. Zwei Drittel des Cholesterins, das der Körper braucht, stellt er in der Leber selbst her. "Es gibt zwei verschiedene Formen von Cholesterin, das 'schlechte' LDL- und das 'gute' HDL-Cholesterin", erklĂ€rt Professor Dr. Achim Weizel. WĂ€hrend sich das an LDL (low density lipoprotein) gebundene Cholesterin an den GefĂ€ĂwĂ€nden anlagern und dort entzĂŒndliche Prozesse auslösen könne, erklĂ€rt der Vorsitzende der Lipid-Liga e.V., seien die HDL (high density lipoprotein)-Partikel aus Fett und EiweiĂ in der Lage, das Cholesterin aus den Ablagerungen zum Abbau in die Leber zurĂŒckzutransportieren.
Frauen werden selbst aktiv
Um die Verkalkung der HerzkranzgefĂ€Ăe und Folgeerkrankungen zu verhindern, raten Experten, auf die Höhe des LDL-Cholesterins zu achten. Das gilt nicht nur fĂŒr MĂ€nner: Auch Frauen ab dem 20. Lebensjahr ist zu empfehlen, etwa alle fĂŒnf Jahre eine Cholesterinkontrolle mit Bestimmung des LDL- und HDL-Cholesterinwerts machen zu lassen. Gesundheitsbewusste Frauen sollten selbst aktiv werden, um krankhafte VerĂ€nderungen rechtzeitig zu bemerken. Denn erhöhte Cholesterinwerte verursachen keine Schmerzen.
Behandlung fĂŒr Risikopatientinnen lebenswichtig
Wann eine Behandlung mit Lipidsenkern zur Senkung des LDL-Cholesterins sinnvoll ist, hĂ€ngt jeweils vom persönlichen Zehn-Jahres-Risikoprofil ab. Ziel einer Therapie ist es, individuell festzulegende LDL-Zielwerte zu erreichen und damit das Risiko fĂŒr koronare Herzkrankheiten zu senken. Unter www.cholesterin.msd.de gibt es weitere Informationen. FĂŒr Hochrisikopatientinnen wie etwa Diabetikerinnen, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, ist eine Behandlung besonders wichtig. Um die Prognose zu verbessern, sollten gleichzeitig der Blutdruck gesenkt, das Rauchen eingestellt, Ăbergewicht reduziert, die ErnĂ€hrung umgestellt und mehr Bewegung in den Alltag eingebaut werden.
--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Hohes Risiko auch fĂŒr Frauen
GefĂ€Ăverkalkung spĂŒrt man nicht. Erst DruckgefĂŒhle und Schmerzen in der Brust (Angina pectoris) oder gar ein Herzinfarkt weisen auf eine Verengung der HerzkranzgefĂ€Ăe, eine sogenannte Koronare Herzkrankheit (KHK) hin. Damit es nicht so weit kommt, ist ein umfassendes Risikomanagement nötig. KHK und andere kardiovaskulĂ€re Erkrankungen sind die Todesursache Nummer eins - und das nicht nur bei MĂ€nnern. Rund 46 Prozent aller TodesfĂ€lle bei Frauen in Deutschland liegt eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zugrunde.
RegelmĂ€Ăige Bewegung beeinflusst die Cholesterinwerte positiv.
« zurück