Dem Alter ein Schnippchen schlagen
Prävention und Gesundheitsförderung für Menschen in der zweiten Lebenshälfte
(djd/pt). Alt werden will jeder, alt sein dagegen niemand. Getreu diesem Bonmot füllt die Suche nach dem Jungbrunnen mittlerweile ganze Bücherregale. Ratgeber aller Art versprechen viel: Jugend, Schönheit, Glück. Patentrezepte und Heilsversprechen sollte man allerdings mit Vorsicht genießen. Gefragt sind stattdessen kompetente Ratschläge für eine gesunde Lebensweise und
Aufklärung darüber, wie Zivilisationskrankheiten entstehen und wie man ihnen vorbeugen kann. Durch eine bewusste Ernährung, Bewegung und Sport sowie Erhaltung der seelischen Balance lassen sich die Chancen nutzen, die das Alter bietet: nämlich fit und lebensfroh die zweite Lebenshälfte zu gestalten.
Wer rastet, der rostet
Auf einem Workshop des Direktversicherers KarstadtQuelle Versicherungen (www.kqv.de), der sich auf Policen für die Generation 45plus spezialisiert hat, wurde Mitte Mai in Hamburg dieses vielschichtige Thema beleuchtet. Dr. Sven Clausen vom Hamburger Sportbund wies darauf hin, dass ein 80-Jähriger 40 Prozent seiner Muskelkraft eingebüßt hat, wenn er nichts dagegen tut. Der
Abbau setzt bereits im Alter von 30 bis 35 Jahren ein. Bewegung ist in der zweiten Lebenshälfte also das A und O. Bevor man mit Sport beginnt, empfiehlt Dr. Clausen allerdings einen sportmedizinischen Check-up. Auch danach sollte die sportliche Betätigung professionell begleitet sein, denn sie muss in der zweiten Lebenshälfte an die individuelle Belastbarkeit angepasst sein. Die 16 Landessportbünde helfen bei der Suche nach einem Sportverein in der Nähe (Infos und Links unter www.dosb.de).
Nicht zum "Pudding-Vegetarier" werden
Birgit Leuchtmann-Wagner von der Deutschen BKK wies auf die Bedeutung der richtigen Ernährung in der zweiten Lebenshälfte hin. Eine besondere Gefahr ist das nachlassende Durstempfinden, speziell Frauen vergessen regelrecht zu trinken. Dadurch besteht die Gefahr der Austrocknung. Auch ein gutes Gebiss ist eine der Grundvoraussetzungen für eine ausgewogene Ernährung. Wer nicht mehr richtig kauen und beißen kann, wird schnell zum
Pudding-Vegetarier - Gesundheit geht dann nicht mehr durch den Magen.
Wer das Alter genießen will, sollte auch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen achten.
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