Endlich wieder stressfrei hören
Die Technik implantierter Hörgeräte kommt jetzt auch nach Deutschland
(djd). Lästige Hintergrundgeräusche sind ein Problem, das fast jeder Träger eines Hörgeräts kennt. Die unangenehmen Rückkoppelungen machen sowohl im Beruf als auch im privaten Alltag Stress. Die eingebauten Mikrofone der Hörsysteme sind nicht "schlau" genug, um zu erkennen, welche Geräuschinformationen für den Empfänger wirklich wichtig sind und welche nicht. So kann etwa das Geräusch eines surrenden Ventilators das Verständnis von Gesprächsinformationen erschweren.
Die Schwerhörigkeit wird sichtbar
Auch die Tatsache, dass ein Hörgerät die Schwerhörigkeit für alle Außenstehenden sichtbar macht, ist für viele Träger ein Problem. Moderne Systeme sind zwar relativ unauffällig, senden aber trotzdem ganz klar das Signal aus: "Dieser Mensch hört schlecht." Für viele Mitbürger ist damit die Information verbunden, dass dieser Mensch auch andere Dinge nicht mehr so gut beherrscht. Ein weiterer Grund für die mangelnde Beliebtheit der kleinen Hörhelfer ist der damit verbundene Wartungsaufwand: Die Systeme müssen über Nacht getrocknet und regelmäßig gereinigt werden. Die Batterie muss, je nach täglicher Einschaltdauer des Implantates, nur etwa alle neun Jahre bei einer ambulanten Mini-OP ausgetauscht werden.
Warum Implantate so praktisch sind
Diese Nachteile fallen weg, wenn das Hörgerät implantiert wird. Realisiert hat diese Idee ein amerikanisches Medizinunternehmen. Das Esteem Hörimplantat von Envoy Medical kommt ohne Lautsprecher- und Verstärkungstechnik aus. Es wird direkt im Mittelohr an die Gehörknöchelchen angedockt. Auf diese Weise wird das Hörgerät nicht nur für andere Menschen unsichtbar, die neue Technik erlaubt zudem eine außergewöhnlich gute Tonqualität, die mit der modernen Generation herkömmlicher Geräte nicht zu erreichen ist. Vor allem die lästigen Stör- und Nebengeräusche entfallen, und auch das irritierende Verstärken alltäglicher Signale, etwa das Brausen des Windes. Wer sich gerne sportlich austobt, profitiert davon, dass Implantate nicht verloren gehen und zudem nicht vor Nässe geschützt werden müssen.
Unter der Telefonnummer 0221-5796060 gibt es weitere Informationen über das neuartige Implantatsystem.
--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Für wen ist das Implantat besonders geeignet?
Dr. Steffen Maune, Chefarzt der HNO-Klinik des Krankenhauses Köln-Holweide: "Mehr als die Hälfte der über 60-Jährigen leidet heute an einer beginnenden oder ausgeprägten Hörschwäche. Patienten mit dieser sogenannten Altersschwerhörigkeit können sehr gut mit dem Esteem-Hörimplantat versorgt werden, wenn sie noch eine Sprachverständlichkeit von mindestens 60 Prozent aufweisen und keine schweren anatomischen Abweichungen oder weitere Schädigungen des Innenohrs gegeben sind."
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