Gesundheits-News

Experten fordern strikten Einmalgebrauch
Insulinpen-Nadeln


(djd). Die in Deutschland häufig praktizierte Mehrfachbenutzung von Insulinpen-Nadeln kann gesundheitliche Risiken nach sich ziehen, so lautet die Warnung einer Vertreterin des Verbandes der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) auf dem diesjährigen Deutschen Diabetiker Tag in Kassel.
"Wer seine Insulinpen-Nadeln mehrfach verwendet, geht unnötige Gesundheitsrisiken ein", meinte Beate Souranis, Diabetesberaterin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft des VDBD Bayern Süd während ihres Vortrags in Kassel. Den Hauptgrund dafür sieht sie in der Tatsache, dass Pen-Nadeln bei Mehrfachverwendung stumpf werden können. Die stumpfen Nadeln verletzen die Haut mehr als nötig. Treten diese Verletzungen häufiger auf, so begünstigt dies die Entstehung von Fettgewebsveränderungen, die sich als Verdickungen und Verhärtungen äußern können. Diese von Medizinern als Lipohypertrophien bezeichneten Veränderungen sind unregelmäßig durchblutet. Wird Insulin in diese Bereiche injiziert, so wird es nur unkalkulierbar ins Blut aufgenommen. Die Folge sind schwankende Blutzuckerspiegel, die wiederum Komplikationen nach sich ziehen können. Um dies zu vermeiden, empfiehlt der VDBD dringend, die Pen-Nadeln nur ein einziges Mal zu verwenden, die Injektionsstellen regelmäßig zu wechseln und die Injektionsbezirke zu kontrollieren.

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Schlusslicht in Europa: In Deutschland tauschen nur elf Prozent der Menschen mit Diabetes ihre Insulinpen-Nadeln nach der Einmalverwendung aus.
Schlusslicht in Europa: In Deutschland tauschen nur elf Prozent der Menschen mit Diabetes ihre Insulinpen-Nadeln nach der Einmalverwendung aus.

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