Hören mit Chips
Die neuen digitalen Hörsysteme werden immer leistungsfÀhiger
(djd/pt). Zwischen dem ĂŒberdimensionalen Hörrohr, mit dem der schwerhörige Beethoven einst unterwegs war, und den modernen Hörsystemen liegen Welten. Und die Entwicklung geht dank der Fortschritte in der Digitaltechnik und Chiptechnologie immer weiter. Analog ist out, die meisten GerĂ€te arbeiten mittlerweile digital. "Man kann sich diese GerĂ€te als kleine Minicomputer fĂŒrs Ohr vorstellen", erklĂ€rt Birgit Ramin, Leiterin des Fachbereichs Audiologie bei Phonak. Diese Systeme werden nicht mehr von Hand, sondern ebenfalls per Computer programmiert und eröffnen schwerhörigen Menschen ganz neue Hörwelten.
Handy, iPod und StereoqualitÀt
So ermöglicht etwa das neue HörgerĂ€t ExĂ©lia Menschen mit Hörminderung erstmals die uneingeschrĂ€nkte Nutzung moderner KommunikationskanĂ€le (www.exelia.phonak.com). Ein besonders leistungsfĂ€higer Prozessor vereinfacht die Anbindung des Hörsystems an alle Bluetooth-fĂ€higen GerĂ€te. Ăber eine kabellose SignalĂŒbertragung werden Handy, Navigationssystem oder MP3-Player nahtlos an das Hörsystem angebunden. Es findet dabei dank einer neuen Automatik die ideale Programmeinstellung und ĂŒbertrĂ€gt den Klang in StereoqualitĂ€t in beide Ohren. Sechs Hochleistungsprozessoren und acht Millionen Transistoren ermöglichen den kabellosen Austausch von Audiosignalen.
Hören, was der Beifahrer sagt
Zudem kann der TrĂ€ger seinen Hörfokus mit Hilfe einer neuen, attraktiven Fernbedienung mit Farbdisplay individuell ausrichten. Diese Funktion erleichtert in vielen Alltagssituationen, beispielsweise wĂ€hrend einer Autofahrt, die Kommunikation. Mit einer Hörminderung war es bislang schwierig, einer Unterhaltung wĂ€hrend des Fahrens zu folgen, da sich die meisten Hörsysteme auf akustische Signale konzentrieren, die von vorne kommen. Mit ExĂ©lia bestimmt der TrĂ€ger selbst, aus welcher Richtung er hören möchte. FĂŒr eine Unterhaltung mit dem Beifahrer kann er das Hörsystem entsprechend einstellen, so dass es sich z.B. auf GerĂ€usche von der rechten Seite konzentriert oder nach hinten, wenn vom RĂŒcksitz gesprochen wird.
--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Aktuelle Studienergebnisse
Digitale Hörsysteme verbessern die LebensqualitÀt:
So lautet das Ergebnis zweier Studien des deutschen "Forums Besser Hören". In einer Studie der Keppler-Konsumforschung unter 580 hörgeschĂ€digten Deutschen waren 70 Prozent der Befragten der Meinung, dass ein digitales Hörsystem ihre Lebensfreude im Alltag verbessert hatte. Eine Untersuchung, die vom Consulting-Unternehmen Simon Kucher & Partner unter 614 hörgeschĂ€digten Personen durchgefĂŒhrt wurde, bestĂ€tigt diese Ergebnisse, die auch wissenschaftliche Arbeiten aus den USA untermauern.
Hörsysteme werden immer kleiner, unauffÀlliger und gleichzeitig leistungsstÀrker.
« zurück