Gesundheits-News

Mehrgleisig fahren
Nur der Mix aus privater Vorsorge und gesetzlicher Rente funktioniert


(djd/pt). Klaus und Jutta F. genießen das Rentnerleben: Sie besitzen ein Haus und besuchen gern ihre Enkelkinder. Ob diese später selbst von der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) leben können, ist ungewiss. Allen Prognosen zufolge wird die staatliche Rente aufgrund des demografischen Wandels zukünftig niedriger ausfallen. Nach aktuellen Untersuchungen liegt die jährliche inflationsbereinigte Realrendite der GRV für 1990 geborene Männer bei nur rund 0,2 Prozent.

"Wer jetzt im Berufsleben steht und seinen Lebensstandard im Alter halten will, sollte unbedingt auf eine Mischung aus umlagefinanzierter und kapitalgedeckter Vorsorge setzen", erklärt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei der Fondsgesellschaft Union Investment. Als Basisergänzung zur GRV sollte jeder Berufstätige einen Vorsorgevertrag nach Riester oder Rürup abschließen, die vom Staat mit Zulagen und steuerlichen Vergünstigungen gefördert werden. Daneben hat jeder Angestellte Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung. Wer dann noch über finanziellen Spielraum verfügt, findet attraktive Renditechancen und das passende Angebot, vor allem am Kapitalmarkt.

Die Altersvorsorgeplanung ist individuell und hängt von vielen Faktoren ab. "Die eigenen Möglichkeiten und Erwartungen sollte man vorab mit einem Berater besprechen. Wichtig ist auch die regelmäßige Überprüfung, ob die Vorsorge noch zu einem passt", empfiehlt Erling.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---


Im Jahr 2050 werden die Einkommen aus der gesetzlichen Rentenversicherung einer Prognose zufolge nur noch 60 Prozent an allen Alterseinkünften ausmachen. Derzeit liegt dieser Anteil noch bei 85 Prozent.
Im Jahr 2050 werden die Einkommen aus der gesetzlichen Rentenversicherung einer Prognose zufolge nur noch 60 Prozent an allen Alterseinkünften ausmachen. Derzeit liegt dieser Anteil noch bei 85 Prozent.

« zurück