Gesundheits-News

Pflegekosten durch private Pflegezusatzversicherung decken
Mit der Betreuung ihrer Eltern m├╝ssen sich immer mehr Bundesb├╝rger besch├Ąftigen


(mpt). Etwa 2,5 Millionen Menschen sind derzeit hierzulande auf Pflege angewiesen, bis 2050 k├Ânnte diese Zahl auf 4,5 Millionen steigen. Insofern werden fast alle Bundesb├╝rger fr├╝her oder sp├Ąter mit dem Thema konfrontiert sein - entweder selbst als Pflegebed├╝rftige oder als diejenigen, die sich um Eltern oder andere Angeh├Ârige k├╝mmern m├╝ssen. Vorbereitet ist auf eine solche Situation kaum jemand. Manchmal baut ein alter Mensch zwar allm├Ąhlich ab - der Eintritt des Pflegefalls und der Verlust der Selbstst├Ąndigkeit kommen dann trotzdem ├╝berraschend. Oftmals aber tritt der Pflegefall aus heiterem Himmel ein, beispielsweise nach einem Schlaganfall, einem Herzinfarkt oder einem Sturz. Die Angeh├Ârigen m├╝ssen nun unter gro├čem Zeitdruck wichtige Entscheidungen treffen.

Mit den Eltern fr├╝hzeitig reden

Nach Ansicht von Manuela Engelbrecht, Altenpflegerin und Pflegedienstleiterin aus Sulzbach-Rosenberg, ist es daher wichtig, Fragen der Pflege in einer entspannten Atmosph├Ąre m├Âglichst fr├╝hzeitig zwischen den Generationen zu besprechen. Keinesfalls sollte man die Situation einfach auf sich zukommen lassen: "Die Eltern sind zu einem fr├╝hen Zeitpunkt noch selbst in der Lage zu sagen, welche Art der Pflege sie gerne m├Âchten oder welche station├Ąre Einrichtung sie ausw├Ąhlen w├╝rden." Sie k├Ânnen diese Einrichtung sogar besichtigen und sich eventuell vorweg anmelden.

Wer auf der Suche nach einem guten ambulanten Pflegedienst f├╝r die Pflege der Eltern sei, k├Ânne sich, so Manuela Engelbrecht, etwa bei der Krankenkasse vor Ort erkundigen. Diese m├╝sse kompetent Auskunft geben k├Ânnen. Aber auch der Hausarzt bekomme durch seine Hausbesuche mit, wer eine gute ambulante Versorgung leiste. Daneben sei Mundpropaganda die beste Werbung. Man solle sich einfach bei Bekannten, Verwandten und Freunden zu den entsprechenden Erfahrungen umh├Âren.

Private Pflegezusatzversicherung bleibt unverzichtbar

Die Kosten einer ambulanten oder station├Ąren Pflege werden durch die gesetzliche Pflegeversicherung nur teilweise abgedeckt. Der Fehlbetrag muss zun├Ąchst von der Rente und dann vom Verm├Âgen des zu Pflegenden bestritten werden. Sind diese Ressourcen verbraucht, m├╝ssen Kinder f├╝r ihre Eltern aufkommen. Christian Gatt von den Ergo Direkt Versicherungen weist darauf hin, dass auch die im n├Ąchsten Jahr geplante Pflegereform am sogenannten Teilleistungscharakter der gesetzlichen Pflegeversicherung nichts ├Ąndern werde. Zudem w├╝rden prim├Ąr nur Demenzkranke h├Âhere Leistungen erhalten und nicht alle Pflegebed├╝rftigen. "Eine private Pflegezusatzversicherung bleibt also weiterhin unerl├Ąsslich, um die finanziellen Belastungen im Falle der Pflegebed├╝rftigkeit zu decken", betont Christian Gatt. "Ob die private Pflegezusatzversicherung dabei bereits ab Einstufung in die Pflegestufe I oder erst ab einer h├Âheren Pflegestufe leistet, wird bei Vertragsabschluss mit dem Versicherer vereinbart." Meist w├╝rden die Versicherer verschiedene Absicherungsm├Âglichkeiten anbieten.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---




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