Gesundheits-News

Resignation ist der falsche Weg
Sexuelle Funktionsstörungen im Alter nicht einfach hinnehmen


(djd/pt). Obwohl in den Medien mit dem Thema Sexualität so locker umgegangen wird wie nie zuvor, fällt es gerade der älteren Generation schwer, über solche Probleme zu sprechen. So glauben nach Expertenmeinung viele Menschen, dass sexuelle Funktionsstörungen im Alter völlig normal wären. Nur ein geringer Prozentsatz der Betroffenen wendet sich an einen Arzt. Ein bedauerlicher Trugschluss, denn auch im Alter gehört die sexuelle Gesundheit zu einem erfüllten Leben. Während bei Männern Erektionsstörungen im Vordergrund stehen, haben Frauen - vor allem nach den Wechseljahren - häufig unter Veränderungen ihres gesamten Befindens zu leiden.

Sinkende Lust mit den Wechseljahren?

Viele Frauen nehmen an Gewicht zu, die Haut verliert an Elastizität und wird schlaffer. Die Umstellung des Hormonhaushaltes ist oft für Schlafstörungen, anhaltende Müdigkeit, Hitzewallungen sowie depressive Verstimmungen verantwortlich - eine ganze Reihe von Gründen, sich nicht mehr attraktiv und begehrenswert zu fühlen. Völlig die Lust am Sex verlieren Frauen, wenn der Geschlechtsverkehr von quälenden Schmerzen begleitet wird. Dies kann ebenfalls auf den absinkenden Hormonspiegel zurückgeführt werden, der nicht nur eine Trockenheit der Haut, sondern auch der Schleimhäute im Genitalbereich bedingt.

Niedrig dosierte Hormone helfen gezielt

Helfen kann hier der Frauenarzt. Niedrig dosierte, äußerlich anzuwendende Hormonpräparate in Form von Cremes, Zäpfchen oder Ovula mit dem bewährten Hormon Östriol helfen gegen Trockenheit und Schmerzen. Sie tragen zur Regeneration der Scheidenschleimhaut bei, erhalten das natürlich saure Scheidenmilieu und fördern sanft die Durchblutung. So wird die Schleimhaut dicker und elastischer. Übrigens: Auch die ableitenden Harnwege werden durch die sanfte Hormonbehandlung positiv beeinflusst. Das Bindegewebe festigt sich, die Verschlusskraft der Harnröhre steigt. So kommt es seltener zu unfreiwilligem Harndrang, und auch die Gefahr von Harnwegsinfekten nimmt ab.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Erhaltungstherapie nicht vorzeitig beenden

Die Beschaffenheit der Scheidenschleimhaut wird von Östrogenen gesteuert. Mit Abnahme der körpereigenen Hormonproduktion verliert diese an Elastizität und beginnt zu schrumpfen. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und eine steigende Infektanfälligkeit sind die unliebsamen Folgen. Viele Frauen beginnen zwar auf Anraten des Frauenarztes eine Therapie mit östriolhaltigen Ovula oder Cremes, beenden diese aber oft, wenn die Packung aufgebraucht ist - mit dem Effekt, dass die Symptome zurückkehren. Eine Beschwerdefreiheit ist jedoch nur durch eine längerfristige Therapie zu erzielen.


Auch im Alter gehört die sexuelle Gesundheit zu einem erfüllten Leben.
Auch im Alter gehört die sexuelle Gesundheit zu einem erfüllten Leben.

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