Gesundheits-News

Ständige Erkältungen - ein Warnsignal
Vorsicht vor Zinkdefiziten bei Senioren


(djd/pt). Zink z√§hlt zu den unentbehrlichen Spurenelementen. Es wird f√ľr zahlreiche Enzymreaktionen und Stoffwechselvorg√§nge ben√∂tigt. Da es im K√∂rper nicht gespeichert werden kann, muss es regelm√§√üig √ľber die Nahrung zugef√ľhrt werden. Das funktioniert allerdings nicht immer einwandfrei, erkl√§rt die Stuttgarter Diplom-Biologin und Ern√§hrungsexpertin Dr. Christine Reinecke: "Zinkmangel ist gar nicht so selten und trifft relativ h√§ufig Senioren."

Wenn die Ernährung einseitig wird

Warum macht der Zinkmangel gerade √Ąlteren zu schaffen? Ursache ist meist eine unausgewogene, bevorzugt leicht kaubare Ern√§hrung, die wenig zinkhaltige Lebensmittel wie Vollkornprodukte und Fleisch enth√§lt. Dazu kommt h√§ufig noch die Einnahme von Medikamenten, die die Zinkbalance negativ beeinflussen. Zus√§tzlich steigt der Zinkbedarf zum Beispiel durch chronische Erkrankungen wie Diabetes und durch eine mit dem Alter h√§ufig nachlassende F√§higkeit der Verdauungsorgane, das Zink aus der Nahrung aufzunehmen.

Die Symptome eines Zinkdefizits bei Senioren sind vielf√§ltig und reichen von einer verz√∂gerten Wundheilung und einem verminderten Geruchs- und Geschmackssinn bis hin zu einer nachlassenden Immunfunktion. Gerade die Anf√§lligkeit f√ľr h√§ufige Erk√§ltungen kann darauf hinweisen, dass ein √§lterer Mensch mehr Zink braucht.

Wie kommt der Vitalstoff in den Körper?

Senioren sollten daher besonders in der Grippezeit auf eine gute Versorgung mit dem Spurenelement achten. Am effektivsten kann Zink seine Schutzwirkung gegen Erk√§ltungen aufbauen, wenn es dem K√∂rper in einer gut verwertbaren Form zugef√ľhrt wird. Bei organischen Zinkverbindungen wie etwa Zinkorot aus der Apotheke ist das der Fall. Es handelt sich um eine Verbindung aus Zink und Orots√§ure. Dank dieser nat√ľrlichen S√§ure, die auch in der Molke enthalten ist, kann der K√∂rper das Zink gut aufnehmen. 25 Milligramm Zink pro Tablette gelten f√ľr Senioren als ausreichend hoch, um die Erk√§ltungsabwehr wirksam zu unterst√ľtzen (entspricht einer Tablette Zinkorot 25).

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Studie bestätigt Anti-Schnupfen-Effekt

Dass Zink tatsächlich die Zahl der Erkältungen beeinflusst, zeigt eine Studie an der Universität von Michigan (veröffentlicht im American Journal of Clinical Nutrition). Gesunde Erwachsene im Alter zwischen 55 und 87 Jahren erhielten ein Jahr lang zweimal täglich eine Zink-Ergänzung beziehungsweise ein unwirksames Placebo. Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmer, die Zink erhielten, deutlich seltener mit einer Erkältung zu kämpfen hatten als die Personen, die das Scheinmedikament einnahmen.

Auch eine ausgewogene Ern√§hrung sch√ľtzt nicht immer vor einem Zinkmangel. Durch Krankheiten oder Medikamente kann der Bedarf erheblich ansteigen.
Auch eine ausgewogene Ern√§hrung sch√ľtzt nicht immer vor einem Zinkmangel. Durch Krankheiten oder Medikamente kann der Bedarf erheblich ansteigen.

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