Gesundheits-News

Vom Schmerz kalt erwischt
Arthrosepatienten leiden im Winter besonders


(djd/pt). Windige oder nasskalte Tage tragen nicht gerade zur guten Laune bei. Doch vielen Menschen schlägt die kalte Jahreszeit nicht nur aufs Gemüt, sondern sie spüren sie auch in den Knochen. Denn mehrere Millionen Bundesbürger leiden Schätzungen zufolge an arthrotischen Veränderungen, die sich besonders bei Nässe und Kälte bemerkbar machen. Wenn die Finger morgens steif sind, die Knie schmerzen oder es in der Schulter zwickt, stecken oft Arthrosebeschwerden dahinter. Die Symptome reichen von einem leichten Ziehen in den betroffenen Gelenken bis zu starken Schmerzen, die den Bewegungsspielraum deutlich einschränken. Dabei treten in der Regel Schulterarthrosen früher auf als Knie- oder Hüftarthrosen.

Von Anfang an behandeln

Bei einer arthrotischen Veränderung nutzt sich der schützende Knorpel zwischen den Knochen im Laufe der Zeit ab. Therapien schlagen daher am besten an, wenn sie möglichst frühzeitig beginnen. Eine mögliche Behandlungsmethode neben Schmerztabletten oder Kortison ist beispielsweise eine Injektion mit Hylanen direkt in das erkrankte Gelenk. In einer klinischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Hyaluronsäure "Synvisc" die Beschwerden bei Schulterarthrose über sechs Monate nachhaltig lindern kann. In der vorliegenden Untersuchung wurden die 84 Patienten entweder mit drei Injektionen Kortison oder mit drei Injektionen "Synvisc" behandelt. Zu Beginn der Studie sowie ein, drei und sechs Monate nach den Injektionen wurden die Patienten zu ihren Schmerzen befragt. Während die Patienten beider Untersuchungsgruppen einen Monat nach den Injektionen von einer guten Schmerzlinderung berichteten, hielt diese nur bei Patienten der "Synvisc"-Gruppe über sechs Monate hinweg an.

Wärme und Bewegung helfen

Bei Arthrose tut Wärme gut, deswegen sollten Betroffene gerade im Herbst und Winter auf geeignete Kleidung achten. Handschuhe, Mütze und ein dicker Pullover sind obligatorisch für den Spaziergang. Zusätzlich helfen spezielle Übungen, wie sie beispielsweise unter www.fit-und-mobil.info gezeigt werden, die Gelenke geschmeidig zu halten.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Neue Hoffnung für Schulterarthrose-Patienten

(djd). Rund ein Drittel der über 60-jährigen Bundesbürger sind Schätzungen zufolge von Schulterarthrose betroffen. Die bisher häufig eingesetzten Behandlungsoptionen wie Schmerztabletten oder Kortisonspritzen bringen meist nur eine kurzzeitige Linderung. In einer klinischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass "Synvisc" die Beschwerden bei Schulterarthrose über sechs Monate nachhaltig lindern kann - Kortison erzielte in dieser Studie im Vergleich dazu lediglich eine zufriedenstellende Schmerzlinderung über einen Monat.

Röntgenaufnahmen können zeigen, wie weit eine Arthrose bereits fortgeschritten ist.
Röntgenaufnahmen können zeigen, wie weit eine Arthrose bereits fortgeschritten ist.

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