Gesundheits-News

Wenn auch Omi in die "Muckibude" geht
Osteoporose: Gezieltes Training stabilisiert Muskeln und Knochen


(djd/pt). Früher gingen die Großmütter in die Badeanstalt und die Enkel ins Fitnessstudio. Heute sind immer öfter auch Frauen über 60 in der "Muckibude" für ihre Gesundheit aktiv. Denn mit regelmäßigem Krafttraining lässt sich nicht nur das Herz-Kreislauf-System stabilisieren, sondern auch Krankheiten des Bewegungsapparates wie Osteoporose vorbeugen. Von der auch als Knochenschwund bekannten Erkrankung sind in Deutschland knapp acht Millionen Menschen betroffen - in erster Linie Frauen. Denn mit dem Einsetzen der Wechseljahre geht die Produktion "knochenschützender" Hormone zurück. Im Laufe der Jahre werden bei etwa jeder dritten Frau die Knochen porös (Osteoporose-Risikotest unter www.konnektiv-osteoporose.de). Schmerzhafte Brüche können die Folge sein.

Kräftige Muskeln - starke Knochen

Eine aktuelle Untersuchung der Universität Erlangen (SEFIP) bestätigt das enge Zusammenspiel zwischen Muskelaktivität und Knochendichte. Anders als man vermuten möchte, ist es nämlich gerade die Zugkraft der Muskeln an den Knochen, die das Knochengewebe stärkt. Neben Krafttraining können sich auch Ausdauersportarten wie Jogging, Radeln, Walking und Aerobic positiv auf die Knochen auswirken. Gleichgewichtssinn und die Koordinationsfähigkeit, die bei der Vermeidung von Stürzen helfen, lassen sich besonders gut mit Tai Chi trainieren. Auch schonendes Ganzkörpervibrationstraining kann - wie die ELVIS-Studie der Uni Erlangen zeigt - die Sturzhäufigkeit senken. Dies ist nicht zuletzt für ältere Osteoporose-Patientinnen interessant, die mit dieser schonenenden Behandlung mehr Mobilität und Lebensqualität erlangen können.

Abbau hemmen - Aufbau fördern

Doch Sport allein reicht bei einer bereits reduzierten Knochendichte nicht aus. Um den Knochenschwund effektiv zu stoppen, empfehlen führende Experten moderne Medikamente wie Strontiumranelat (Protelos), die nicht nur den Knochenabbau hemmen, sondern auch den Knochenaufbau aktiv fördern. Die duale Wirksamkeit des gut verträglichen Granulats - gerade in der Langzeittherapie - wurde in wissenschaftlichen Studien belegt.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Baustelle Knochen

Unsere Knochen werden ständig erneuert. Die Auf- und Abbauprozesse gewährleisten, dass das Knochengewebe ebenso stabil wie elastisch bleibt. Mit zunehmendem Alter kann dieser Umbau jedoch aus dem Gleichgewicht geraten. Überwiegt der Knochenabbau, geht die Festigkeit verloren - das Bruchrisiko steigt. Steigt der Verlust der Knochenmasse auf über 30 Prozent, spricht man von einem krankhaften Knochenschwund, der Osteoporose. Das heißt: Schon eine unachtsame Bewegung oder ein Sturz können dazu führen, dass die Knochen - vor allem Wirbelkörper, Oberschenkelhals und Handgelenke - brechen.




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