Wohlbefinden ist keine Frage des Alters
Hormone über die Haut lindern Wechseljahresbeschwerden
(djd/pt) Attraktivität und Wohlbefinden sind für Frauen in jedem Alter wichtig. Die heute 50- und 60-Jährigen haben zudem weder optisch noch mental etwas gemein mit den Großmüttern vergangener Tage. Doch heute wie damals müssen Frauen schon ab Mitte 40 damit rechnen, dass ihr Körper nach und nach die Hormonproduktion einstellt. Das bleibt nicht ohne Folgen. Etwa zwei Drittel leiden mehr oder weniger stark an unangenehmen Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen, die die Lebensqualität in Beruf und Freizeit massiv beeinträchtigen können. Eine Hormontherapie verspricht hier Abhilfe.
Orale Estrogene sind problembehaftet
Die Anwendung von Hormonen hat sich in den vergangenen Jahren gravierend verändert. Experten raten heute zu individuellen, niedrigst dosierten Therapien, meist auch zur Verabreichung über die Haut. "Orale Östrogene in Kombination mit Gestagenen sind problembehaftet", betont Prof. Dr. Armin Heufelder. Der Münchner Endokrinologe weiß jedoch, dass ein enger Zusammenhang zwischen der Art der verabreichten Hormone, der Anwendungsform sowie dem persönlichen Lebensstil der Patientinnen und den gesundheitlichen Folgen besteht. Die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gallenblasenerkrankungen können durch eine Zufuhr der Östrogene über die Haut als Gel oder Pflaster deutlich reduziert werden (Infos unter www.hormontherapie-wechseljahre.de).
Erste Leberpassage entfällt
Dies liegt an der unterschiedlichen Verstoffwechselung der Hormone. Beim Einsatz von individuell dosierbarem, hormonhaltigem Gel wie Gynokadin Dosiergel oder Hormonpflastern nimmt der Körper kontinuierlich kleine Mengen von Östrogen über die Haut auf. Dabei entfallen die erste Leberpassage und damit auch negative Stoffwechseleffekte in Leber, Gallenwegen und Blutgefäßen. Dadurch lässt sich beispielsweise das Risiko für Gallenleiden, die nicht selten mit Entzündungen des Organs und der Bildung von Gallensteinen einhergehen, nachweislich senken.
--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Hormontabletten belasten die Galle - Hormongel und -pflaster nicht.
Als Tabletten eingenommen, gelangen Östrogene über den Magen-Darm-Trakt zuerst in die Leber und werden dort verstoffwechselt. Dabei gehen gewisse Östrogenmengen verloren, was höhere Tagesdosen erforderlich macht. Bedingt durch die anfallende hohe Konzentration der Östrogene werden Prozesse in der Leber beeinflusst und der Fettstoffwechsel in der Galle stark belastet. Daher ist das Risiko, an der Galle zu erkranken, laut einer aktuellen britischen Studie bei einer Tablettentherapie um 74 Prozent höher als bei der Hormonzufuhr über die Haut.
Wenn die Hormone verrückt spielen, ist körperliches Wohlbefinden für Frauen besonders wichtig.
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